IDaP+ – 369 EN

Laufendes Projekt Laufzeit:

Themen

Qualitätsteuerung und -kontrolle Digitalisierung und Vernetzung

Wirtschaftszweige

Maschinenbau Informationstechnologie

Bauteile oder Komponenten, die aus Leichtmetallen gegossen werden, spielen aufgrund von Eigenschaften wie Gewicht, Festigkeit sowie einer guten Korrosionsbeständigkeit und Verarbeitbarkeit eine wesentliche Rolle in der modernen Fertigung. Prozessketten für die Herstellung von Leichtmetallgussprodukten mit anschließender Wärmebehandlung und Bearbeitung sind insbesondere für die Produktion von elektrischen Antrieben in der Automobilindustrie, aber auch in anderen Branchen relevant. Verschiedene Zulieferer und hauptsächlich KMU sind an den Prozessketten beteligt, z.B. durch die Herstellung von Gussformen, das Durchführen von Gießprozessen, die Bereitstellung von Wärmebehandlung, die Umsetzung von Bearbeitungsprozessen als Auftragsfertiger oder die Bereitstellung von Werkzeugen, Maschinen, Ausrüstung, Software und Dienstleistungen.

Das FQS-Forschungsprojekt IDaP+ zielt auf eine ganzheitliche Regelung der Prozesskette für die Herstellung und Bearbeitung von Leichtmetallgussprodukten ab. Dazu sollen Produktionsinformationen aus verteilten und heterogenen Datenquellen nutzbar gemacht werden, um die Effizienz, Qualität und Belastbarkeit der Prozessketten zu optimieren. Durch die umfassende Verknüpfung von Sensor- und Steuerungsinformationen aus allen relevanten Prozessschritten wird eine digitale Repräsentation etabliert. Anwendungsbezogenen Fokus des Projekts stellen elektrische Motorgehäuse, Scrollkompressor-Teile sowie Batteriegehäuse dar.

Nutzen für KMU 

  • Besseres Verständnis zur Implementierung innovativer Digitalisierungssysteme und Prozessverbesserungen in der betrachteten Prozesskette.
  • Unterstützung der aktuellen Transformation von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren (ICEV) zu Elektrofahrzeugen.
  • Reduzierung von Material- und Energieverbrauch durch die ganzheitliche Prozesskettenoptimierung.

Beiträge

Stimmen aus dem Projekt

Die konsequente Weiterentwicklung hin zu einer digitalen Gießerei wird bei uns im Unternehmen bereits seit einigen Jahren vorangetrieben. Auf Basis einer Betriebsdatenerfassung erfolgt derzeit die Umsetzung der Grundlagen für eine weitreichende Digitalisierung der Prozessdaten. Die Beteiligung am Projektbegleitenden Ausschuss des Projekts IDAP+ zielt darauf ab, sich frühzeitig mit den technologischen Möglichkeiten und Herausforderungen der prozessübergreifenden Verwendung von Produktionsdaten für Qualitätsverbesserung zu befassen. Das Projekt verspricht spannende Einblicke in die Zusammenhänge zwischen Schwankungen in den Prozessen der Gussteilherstellung und der Zerspanung. Im Rahmen des Forschungsprojektes streben wir eine aktive Beteiligung mit unserem Expertenwissen aus beiden Teilen der Produktionskette zur Herstellung fertig zerspanter Bauteile an.

— Joshua Bissels, Joshua Bissels, Leiter Innovation und Prozessentwicklung / Pinter Guss GmbH

Wir sind Hersteller von Präzisionswerkzeugen, die unter anderem auch in Elektromotorengehäusen zur Bearbeitung der großen Statorbohrung als auch der Befestigungsbohrungen eingesetzt werden. Als Mitglied des Projektbegleitenden Ausschusses IDaP+ sind wir an der systematischen Untersuchung der Zerspanungsprozesse und den sich daraus ergebenden Optimierungen unserer Werkzeuglösungen interessiert. Darüber hinaus wollen wir durch die Mitwirkung in diesem Forschungsprojekt unsere bestehenden Kontakte zu den beteiligten Hochschulinstituten pflegen und weiter ausbauen, um Forschungsthemen auch außerhalb dieses Projektes zu besprechen.

— Thomas Rumpf, Konstruktions- und Entwicklungsleitung / Hermann Bilz GmbH & Co KG

Forschungseinrichtungen

  • Universität Stuttgart, Institut für Werkzeugmaschinen - IfW
  • Technische Universität München, Institut für Werkstoffe und Verarbeitung, Lehrstuhl für Umformtechnik und Gießereiwesen - UTG
  • Technische Universität Dortmund, Fakultät Maschinenbau, Institut für Spanende Fertigung - ISF
  • Technische Universität Wien, Institut für Fertigungstechnik und Photonische Technologien - IFT
  • Technische Universität Wien, Institut für Werkstoffwissenschaften und Werkstofftechnologie - WWWT

Projektbegleitender Ausschuss

  • APODIS GmbH
  • BCT Steuerungs- und DV-Systeme GmbH
  • Breuckmann GmbH & Co. KG
  • BMW Group - Werk Landshut
  • Conbility GmbH
  • EMG Casting AG
  • EMUGE-Werk Richard Glimpel GmBH & Co. KG
  • fabforce GmbH & Co. KG
  • GF Casting Solutions AG
  • Hermann Bilz GmbH & Co. KG
  • HPM Technologie GmbH
  • ISBE GmbH
  • MAGMA Gießereitechnik GmbH
  • MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG
  • ModuleWorks GmbH
  • Mercedes Benz AG - Werk Untertürkheim
  • Meshparts GmbH
  • NEMAK Europe GmbH
  • Pinter Guss GmbH
  • Plansee Composite Materials GmbH
  • pro-micron GmbH
  • QASS GmbH
  • Römheld GmbH
  • Rothenaicher Tools GmbH
  • Schwegler Werkzeugfabrik GmbH & Co. KG
  • TEON GmbH
  • Vorrichtungsbau Giggel GmbH
  • voxeljet AG
  • EIT-Manufacturing East GmbH (AT)
  • CERATIZIT Austria GmbH (AT)
  • Ernst Wittner GesmbH (AT)
  • Hans Paigl GmbH (AT)
  • König GmbH & Co KG (AT)
  • MatCalc Engineering GmbH (AT)
  • myTool IT GmbH (AT)
  • Pankl Aerospace Systems Europe GmbH (AT)
  • Reichmann SPS-Service GmbH (AT)
  • Walter AG (AT)
  • WEDCO Handelsgesellschaft mbH (AT)
  • XARION Laser Acoustics GmbH (AT)
  • BRP Rotax GmbH&CoKG (AT)

Förderhinweis

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.
(Förderkennzeichen: 01IF00369C; Forschungsvereinigung: FQS - Forschungsgemeinschaft Qualität e.V.)

Kontakt

FQS – Forschungsgemeinschaft Qualität e. V.
August-Schanz-Straße 21A
60433 Frankfurt am Main
infofqs@dgq.de